Reiseverkehr: Tipps für den Start in die Sommerferien

Reiseverkehr: Tipps für den Start in die Sommerferien

Sommer, Sonne, Ferienverkehr: Mit Beginn der Ferienzeit stehen weiterhin einige der verkehrsintensivsten Tage auf Österreichs Transitstrecken an - sowohl auf der Straße als auch auf der Schiene - und neben Österreich begannen einen Tag zuvor just in vielen deutschen Bundesländern ebenso die Sommerferien.

Auf nach Italien

Italien gehört traditionell zu den Lieblingsreisezielen der Österreicher und Österreicherinnen im europäischen Ausland. Und auch aus Deutschland werden heuer wieder viele Familien nach Bella Italia aufbrechen und dafür die österreichischen Transitstrecken frequentieren. Wer Strände und Dolce Vita mit dem Auto sorgenfrei genießen möchte, ist gut beraten, einige italienische Regelungen im Straßenverkehr unbedingt zu beherzigen:

Tabuzone Innenstadt

Beim Besuch historischer Stadtzentren wird angeraten, nicht ohne Genehmigung in verkehrsberuhigte Zonen, die sogenannten Zone traffico limitato (ZTL), mit dem eigenen Pkw zu fahren. Sollte man dabei erwischt werden, drohen mindestens 80 Euro Strafe. Befindet sich das gebuchte Hotel innerhalb einer dieser ZTL, bittet man am besten rechtzeitig das dortige Personal, eine Sondergenehmigung zur Einfahrt zu beantragen. Vorsicht: Die Zonen sind nicht immer auf den ersten Blick erkennbar und Geldstrafen werden in diesem Fall bis nach Österreich verfolgt.

Mautstationen

An italienischen Mautstationen gibt es je nach Bezahlart verschiedene Spuren, in die man sich im Fließverkehr einreihen muss. Landet man aus Versehen in einer falschen Spur oder funktioniert die Bezahlung nicht, sollte man auf keinen Fall zurückschieben, da ansonsten nicht nur eine hohe Geldstrafe, sondern im schlimmsten Fall sogar ein Fahrverbot droht. Stattdessen sollte man in diesem Fall besser den Notrufknopf am Automaten verwenden. Bei fehlgeschlagenen Zahlungen (mancato pagamento) ist unbedingt eine Servicestelle (punto blù) aufsuchen. Eine Nachzahlung von zu Hause könnte empfindlich teurer werden.

Licht an!

Am Tag gilt für alle Motorradfahrer auf allen Straßen sowie für Autofahrer und Autofahrerinnen auf Autobahnen und außerhalb von Ortsgebieten: Licht An!

Warnweste bei Pannen & am Rad

Hat man in Italien eine Panne oder einen Unfall, müssen alle Personen, die das Fahrzeug verlassen, eine Warnweste tragen. Radfahrer und Radfahrerinnen sind ebenfalls verpflichtet, eine Warnweste zu tragen, wenn sie nachts außerhalb des Ortsgebiets oder durch einen Tunnel fahren.

Tempolimits

Auf Landstraßen darf man in Italien maximal 90 km/h fahren, auf Schnellstraßen 110 km/h und auf Autobahnen maximal 130 km/h. Für Führerscheinneulinge gelten innerhalb der ersten drei Jahre nach Führerscheinerwerb auf Autobahnen 100 km/h und auf Schnellstraßen 90 km/h.

Strafen nicht ignorieren

Strafzettel in Italien und genrell im Gebiet der EU sollten auf keinen Fall ignoriert werden. Offene Strafen aus Italien können auch in Österreich exekutiert werden – fünf Jahre lang und sogar auch bei der Wiedereinreise. Immer beachten: Schwarz-gelbe Bodenmarkierungen bedeuten Parkverbot.

Durch den Ferienbeginn in drei  deutschen Bundesländern dürfte sich am Freitag oder am Wochenende vermehrter Transitverkehr besonders auf der Brennerautobahn (A13), der Inntalautobahn (A12) und der Fernpassstraße (B179) abspielen.

Wartezeiten an der Grenze

Aufgrund der EU-Ratspräsidentschaft gibt es zwar kaum verkehrsrelevante Baustellen auf den wichtigsten österreichischen Verbindungen, jedoch ist laut ÖAMTC wegen neuerlicher Verlängerung der Kontrollen an den Grenzen mit Wartezeiten zu rechnen, vor allem an den Grenzübergängen Kufstein/Kiefersfelden in Tirol und am Grenzübertritt Walserberg in Salzburg.

Stauanfällige einspurige Baustellenbereiche wird es dagegen über den Sommer nur durch den Karawankentunnel auf der A11 und auf der Pyhrn Autobahn (A9) an den Tunnelbereichen bei Klaus und im Gleinalmtunnel geben. Mit erhöhtem Staurisiko müssen die Urlauber auch an den Gegenverkehrsbereichen auf der Tauern Autobahn (A10) zwischen Pongau und Reittunnel (bis Mitte Juli) und auf der Brenner Autobahn (A13) bei Schönberg und Matrei am Brenner rechnen.

Trotz erhöhtem Verkehrsaufkommens werden nach Auskunft des ÖAMTC keine längeren Staus befürchtet.

Vor dem Start in den Urlaub außerhalb Österreichs sollten man sich generell mit den geltenden Vorschriften im jeweiligen Land auseinandersetzen.

Digitale Streckenmaut

Allen, die auf dem Weg in den Urlaub schneller durch die Mautstellen möchten, bietet die ASFINAG die Digitale Streckenmaut (vormals Videomaut) an. Damit können Kundinnen und Kunden Reisezeit einsparen, wenn sie etwa an der Tauern oder Brenner Autobahn die Mautstellen passieren.

Einfach schon vor der Fahrt im ASFINAG-Webshop über die Website oder die App Unterwegs das Ticket kaufen, das Kennzeichen eingeben und die Durchfahrt für die gewünschte Strecke freischalten. An der Mautstelle erkennen Kameras das registrierte Kennzeichen und der Schranken öffnet sich automatisch.

„Schnelle Durchreise, kein Bezahlen mehr an der Mautstelle und bequemes Bestellen über den ASFINAG-Webshop – die Digitale Streckenmaut hilft, Zeit zu sparen und Staus zu verhindern“, sagt ASFINAG Geschäftsführerin Ursula Zechner.

Um Wartezeiten zu verringern, sorgt die ASFINAG auch heuer wieder dafür,  dass die Mautstellen St. Jakob, Schönberg, St. Michael, Gleinalm, Bosruck und beim Karawankentunnel an den starken Reisewochenenden personell immer voll besetzt sind.