#EDWARD: European Day Without A Road Death

#EDWARD: European Day Without A Road Death

Anlässlich des Aktionstages EDWARD – European Day Without A Road Death: Ein Tag ohne Verkehrstote auf Europas Straßen – sollen auch die Maßnahmen für mehr Verkehrssicherheit des Verkehrministeriums (bmvit) wieder in den Fokus gerückt werden.

Handlungsfelder Verkehrssicherheit

Drei von vier Verkehrstoten im Jahr 2016 waren Männer, bei den 20- bis 24-Jährigen sogar neun von zehn. Das Verkehrsministerium hat deshalb die Führerschein-Probezeit von zwei auf drei Jahre verlängert. Die Regelung trat mit 1. Juli 2017 in Kraft.

Durch die Verschärfung des Handyverbots am Steuer können Verstöße seit Jänner dieses Jahres auch mittels Fotobeweis per Radaraufnahmen geahndet werden. Außerdem ist mit der Novelle des Kraftfahrgesetzes (KFG) 2016 das bisher geltende Handyverbot ausgeweitet wurden und regelt seitdem genau, in welchen Fällen Sie ein Mobiltelefon am Steuer verwenden dürfen und in welchen nicht. Eine Missachtung des Handyverbots wurde ebenfalls mit 1. Juli in den Deliktkatalog für den Probeführerschein aufgenommen.

Mit 1. September 2017 startete das Pilotprojekt für Alkohol-Wegfahrsperren des Verkehrsministeriums. Autofahrerinnen und Autofahrer können als Alternative zum Führerscheinentzug am Alkohol-Interlock-Programm teilnehmen. Die Teilnahme ist freiwillig und wird von Verkehrspsychologinnen und -psychologen begleitet.

Um Todesopfer bei Unfällen mit schweren Lkw oder Bussen zu verringern, läuft derzeit zudem das Pilotprojekt mit dem Kamerasystem „Mobileye“. Es sorgt für Rundumsicht bei Bussen und Lkw und eliminiert den toten Winkel, der für andere Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer lebensgefährlich sein kann. Zudem hat die „Plattform Lkw-Sicherheit“ das Ziel, bei Lkw neben technischen Mängeln auch vermehrt die Einhaltung von Ruhezeiten und Gewerberecht zu kontrollieren. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt rund 270.000 Verstöße geahndet und über 30.000 Lkw die Weiterfahrt untersagt.

Außerdem gibt es Maßnahmen, um Kinder im Straßenverkehr noch besser zu schützen. Mit dem begonnenem Schuljahr 2017/18 startete das Pilotprojekt “Sicher in die Schule” für 10-bis 14-Jährige in zwei Modellregionen in der Steiermark und Kärnten. Dabei werden Gefahrenstellen beseitigt, beispielsweise durch bauliche Maßnahmen an unübersichtlichen Kreuzungen oder Tempo 30-Zonen vor Schulen. In Workshops, wie etwa zum Thema Ablenkung durch Smartphones, lernen Kinder wie sie sich im Straßenverkehr richtig verhalten.

Ab nächstem Jahr startet die Schul-Aktion „Co-Pilotentraining“. Dabei lernen Kinder und Eltern nachhaltige korrekte Sicherung der Kinder im elterlichen PKW und in PKW-Kleinbussen (Schulbusse). Die Initiative der AUVA (Allgemeine Unfallversicherungsanstalt) wird vom Österreichischen Verkehrssicherheitsfonds (VSF) des bmvit co-finanziert.

Mit besonderem Nachdruck wird somit auch auf die Bedürfnisse der ungeschützten Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer eingegangen, also speziell auf die aller Kinder, der Fußgängerinnen und Fußgänger sowie der Radfahrerinnen und Radfahrer. Die größte Gefahr geht aber weiterhin von menschlichen Fehlern am Steuer aus. Deshalb ist es von großer Bedeutung, Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer zu sensibilisieren und sie aufzufordern, ihr Verhalten auf der Straße zu reflektieren.